z.B. Wohnung

In einer Wohnung zu leben, gibt ein Gefühl von Sicherheit. Die eigenen vier Wände geben Schutz und Geborgenheit. Die Wohnung ist gesetzlich geschützt. Wenn Sie eine Wohnung mieten, bestimmen allein Sie, wen Sie als Gast hereinlassen und wer draußen bleiben muss.

 

Viel Glück bei der Wohnungssuche

Eine gute und preiswerte Wohnung zu finden, ist nicht leicht. Ist die Miete niedrig, hat die Wohnung meistens Nachteile.

 

Unser Rat:

Schauen Sie sich die Wohnung in Ruhe an. Lassen Sie sich nicht vom Vermieter drängen. Überlegen Sie vorher, wie viele Zimmer Sie benötigen. Rechnen Sie aus, wie viel Geld Sie für die Miete jeden Monat ausgeben können. Bedenken Sie: Zur Miete kommen noch Nebenkosten für Strom und Heizung, Rundfunkbeitrag, Telefon und Internet.

 

Eine Wohnung finden

Wohnungs-Angebote stehen in Zeitungen und im Internet.

Suchen Sie eine Wohnung auch über Wohnungsbau-Gesellschaften oder Wohnungs-Genossenschaften. Auch die Stadt Hannover vermittelt eigene Wohnungen.

 

Eine Wohnung mieten

Haben Sie eine passende Wohnung gefunden und besichtigt? Dann unterschreiben Sie als zukünftiger Mieter –gemeinsam mit dem Vermieter–  den Mietvertrag. Darin steht , wie lange Sie die Wohnung mieten und wie hoch die Miete ist.

 

Der Mietvertrag ist mehrere Seiten lang. Die Miet-Dauer und die Miet-Höhe werden von Hand hineingeschrieben. Versuchen Sie, über Miet-Dauer und Miet-Höhe zu verhandeln.  Aber die Chance ist klein, etwas zu ändern.

 

Unser Rat:

Lesen Sie den Vertrag in Ruhe durch. Vertrauen Sie nicht auf mündliche Aussagen oder ein Versprechen des Vermieters. Unterschreiben Sie einen Mietvertrag nur dann, wenn Sie verstanden haben, was darin steht. Haben Sie Fragen zum Vertrag? Unterschreiben Sie noch nicht. Sprechen Sie erst mit jemandem, dem Sie vertrauen.

 

Überlegen Sie wie lange Sie die Wohnung mieten wollen. Die meisten Mietverträge laufen ohne eine zeitliche Grenze (unbefristeter Vertrag). Möchten Sie später in der Wohnung nicht mehr wohnen, kündigen Sie drei Monate vor dem geplanten Auszug den Mietvertrag.

 

Wenn im Mietvertrag steht, dass eine Kündigung erst 1 oder 2 Jahren möglich ist, können Sie zwar vorher ausziehen. Sie zahlen aber für den Rest der Mietzeit die volle Miete.

 

Im Mietvertrag sind weitere Dinge wie die Miet-Sicherheit oder die Verpflichtung zu Schönheits reparaturen  und Klein reparaturen geregelt. Auch die  Haus-Ordnung ist Teil des Vertrags.

 

 

Kalt-Miete oder Warm-Miete ?

Wie viel Sie für eine Wohnung bezahlen, wird unterschiedlich berechnet. Entscheidend ist die Gesamt-Miete: Sie setzt sich zusammen aus der  Kalt-Miete, die auch Grund-Miete genannt wird. Das der Preis, den Sie für eine kalte Wohnung zahlen müssen: eine Wohnung ohne Heizung, ohne Strom und ohne Wasser. Zur Kalt-Miete kommen also die Neben-Kosten hinzu: Kalt-Miete + Neben-Kosten = Warm-Miete = Gesamt-Miete

 

Das Jobcenter und das Sozialamt legen hierfür Höchstbeträge fest. Bevor Sie einen Mietvertrag unterschreiben, sprechen Sie mit den Mitarbeitern des Jobcenters, ob die Miete übernommen wird.

Sie zahlen die Miete immer zu Beginn des Monats, spätestens zum dritten Werktag des Monats. Und wenn Sie eine Wohnung haben, zahlen Sie auch den Rundfunkbeitrag.

 

Wenn Sie in die Wohnung einziehen, erfolgt zusammen mit Ihrem Vermieter eine gemeinsame Wohnungs-Übergabe. Erkennen Sie Schäden in der Wohnung? Dann machen Sie jetzt den Vermieter  darauf aufmerksam. Sonst zahlen Sie später die Reparatur dieser alten Schäden.

 

Nach dem Einzug

Ihre Wohnung ist ihr privater Bereich und steht unter dem Schutz des Grundgesetzes. Trotzdem können Sie in Ihrer Wohnung nicht machen, was Sie wollen. Beachten Sie die Haus-Ordnung und zahlen Sie die Miete pünktlich.

 

Was passiert, wenn Sie die Miete  nicht bezahlen?

Dann kann der Vermieter Ihnen die Wohnung kündigen. Die Wohnungs-Kündigung muss schriftlich erfolgen und muss unterschrieben sein.

Der Vermieter kann  die Wohnung fristlos kündigen, wenn Sie 2 x  hintereinander die Miete nicht vollständig zahlen und der Rückstand beim Vermieter höher sind als 1 Monatsmiete.

 

Eine Wohnung kündigen und ausziehen

Was ist wichtig, wenn Sie nicht länger in der Wohnung wohnen möchten?

Kündigen Sie den Mietvertrag rechtzeitig. Schicken Sie die Kündigung mit einem Brief an den Vermieter.

 


Unser Rat:

Machen Sie sich von dem Brief an den Vermieter eine Kopie, damit Sie einen Nachweis haben. Eine Kündigung mit SMS, Telefax oder E-Mail ist rechtlich nicht gültig.

 

Haben Sie den Mietvertrag mit dem Vermieter auf unbestimmte Zeit geschlossen (= unbefristet)? Ddann können Sie erst drei Monate nach Ihrer Kündigung ausziehen. Diese drei Monate heißen "gesetzliche Kündigungsfrist".

 

Ein Beispiel: Sie möchten zum 1. Juli in eine neue Wohnung ziehen. Sie kündigen Ihre alte Wohnung deshalb spätestens Ende März. Ihr alter Vermieter muss die Kündigung spätestens am 31. März erhalten.

 

Die gesetzliche Kündigungsfrist ist auch für Sie einen Vorteil: Kündigt Ihnen der Vermieter Ihre Wohnung , dann haben Sie ebenfalls drei Monate Zeit, eine neue Wohnung zu finden.

 

Ein Beispiel: Wenn der Vermieter Ihnen Ende Juli die Kündigung schickt, müssen Sie erst Ende Oktober ausziehen (Ausnahme: fristlose Kündigung).

 

 

Sprechen Sie mit Ihrem Vermieter

Manchmal kann es passieren, dass sich die Mietzeiten für Ihre alte und Ihre neue Wohnung überschneiden. Dann zahlen Sie für Miete für zwei Wohnungen gleichzeitig.

 

Unser Rat:

Sprechen Sie mit Ihrem alten Vermieter, ob Sie früher aus der alten Wohnung ausziehen können. Oder sprechen Sie mit ihrem neuen Vermieter. Vielleicht verschiebt er den Mietbeginn für die neue Wohnung. Vielleicht ist der alte Vermieter damit einverstanden, dass jemand, den Sie kennen, als Nachmieter in die Wohnung einzieht. Vieles ist machbar. Fragen Sie den Vermieter.

 

Beim Auszug aus der Wohnung machen Sie mit dem Vermieter ein Übergabe-Protokoll. Lassen Sie sich vom Vermieter bescheinigen, dass die Wohnung keine Schäden hat. Gemeint ist damit, dass es keine Schäden gibt, die durch Sie entstanden sind. Unterschreiben Sie keine Verpflichtung, die Wohnung zu renovieren. Unterschreiben Sie nur den im Protokoll beschriebenen Zustand der Wohnung. Dann erkennen Sie nicht an, dass Sie dem Vermieter noch etwas schulden.

 

Geben Sie den Schlüssel der Wohnung selber zurück, am besten in Gegenwart von Zeugen. Oder verlangen Sie freundlich eine schriftliche Bestätigung der Schlüssel-Übergabe. Es reicht nicht, den Schlüssel ohne Zeugen in den Briefkasten des Hausmeisters zu werfen!

 

Haben Sie etwas in die Wohnung hineingebaut?

Im Kinderzimmer vielleicht ein Hochbett? Dann klären Sie frühzeitig und schriftlich mit dem Vermieter, ob diese Sachen in der Wohnung bleiben dürfen, wenn Sie ausziehen.

Haben Sie keine Erlaubnis dafür gehabt, kann der Vermieter  verlangen, dass Sie diese Sachen wieder auszubauen. Wenn Sie es nicht selbst machen, kann er Handwerker beauftragen. Und Ihnen die Rechnung für den Ausbau schicken.