A

Bei einer Abbuchung erlauben Sie jemand anders, von ihrem Konto Geld abzubuchen (einzuziehen). Eine Abbuchung ist eine Vertrauenssache, da Sie Ihr Konto für jemand anderes freigeben. Er darf sich „bedienen“ und kann Ihr Konto auch leer räumen.

Vermeiden Sie Ihre Zustimmung zu Abbuchungen, wenn es geht. Die Höhe dieses Betrages der Abbuchung kann von Ihnen vorher bestimmt werden. Sie können sechs Wochen nach der Abbuchung das Geld durch Ihre Bank zurückholen.

B

C

D

Bei einem Dauerauftrag bleiben Sie der eindeutige „Bestimmer“ Ihres Kontos. Sie entscheiden, wann und in welcher Höhe jemand anders Geld von Ihnen regelmäßig überwiesen bekommt.

Ist Geld von Ihrem Konto überwiesen worden, können sie es nicht zurückholen. Sie können aber den Dauerauftrag jederzeit stoppen.

 

E

Einspartipps

Entfernen Sie Möbel, Vorhänge und schwere Gardinen vor den Heizkörpern und über den Ventilen. Lassen sie die Heizung auf niedriger Stufe laufen, auch wenn Sie tagsüber nicht zuhause sind. Sonst kühlen die Wände aus und nehmen beim Aufheizen zuviel Wärme auf.

Die Raumtemperatur sollte durchschnittlich 20 Grad betragen (Stufe 3 am Ventil), in Kinderzimmern und im Bad sind 22-23 Grad üblich. In der Küche reichen meist 18 Grad, da Kühlschrank und Herd den Raum mitheizen. Im Schlafzimmer sind 16 Grad für gesunden Schlaf ausreichend.

Öffnen Sie mehrmals am Tag die Fenster weit für fünf bis 10 Minuten. Das ist zum Lüften besser, als die Fenster den ganzen Tag nur gekippt zu lassen. Außerdem hilft es gegen Schimmelbildung.

Erwärmt sich immer nur ein Teil des Heizkörpers oder gluckert es hörbar in den Rohren, sollten Sie die Anlage am Auslassventil entlüften. (Quelle: Stiftung Warentest Spezial Mietrecht 11/13)

Vermeiden Sie Durchlauferhitzer.

Dies sind kleine Geräte, die meist unter dem Waschbecken angebracht sind. Sie erhitzen Wasser mit Strom. Sie sind im Verbrauch sehr teuer.

 

 

Der Energielieferant (oder Energieversorger) versorgt den Haushalt mit Strom oder Wärme. Er kann auch der Betreiber des Kraftwerkes sein, das den Strom oder die Wärme produziert.

 

F

Die Fernwärme wird nicht im Wohnhaus erzeugt, sondern kommt durch große Leitungen direkt aus dem Heizkraftwerk. Ein Heizkraftwerk beliefert oft gleichzeitig Tausende von Wohnungen mit Warmwasser und heizt die Wohnung. Der Verbrauch der Wärme in Ihrer Wohnung wird durch den Vermieter einmal jährlich gemessen.

 

Eine fristlose Kündigung muss nicht die gesetzliche Kündigungsfrist des Mietrechts von mindestens drei Monaten zum Ende eines Quartals (= ¼ Jahr) beachten.

Sie wird ohne Wartezeit wirksam zum jeweiligen Monatsende. Sie muss einen wichtigen Grund haben. Ein wichtiger Grund für den Vermieter ist es, wenn die Miete  nicht gezahlt wird.

 

G

Die Gasetagenheizung ist eine Heizung direkt in der Wohnung. Sie wird mit Gas betrieben und erzeugt meist auch Warmwasser.

 

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist die rechtliche und politische Grundordnung unseres Landes und sichert in Artikel 13 jedem Bürger die Unverletzlichkeit seiner Wohnung vor einer Verletzung der Privatsphäre der Wohnung durch einen Dritten

 

H

Die Hausordnung regelt das Zusammenleben der Mieter in einem Wohnhaus. So ist es z.B. in der Regel nicht erlaubt, nach 22:00 in der Wohnung laut Musik zu hören. Hausordnungen enthalten auch Regelungen über die Reinigung des Treppenhauses und vieles mehr.

I

J

K

Die Kaltmiete (auch als Grundmiete bezeichnet) ist der Preis, den der Vermieter selber bestimmen kann und die im Mietvertrag festgelegt wurde. Er kann während der Dauer des Mietvertrages in gewissen Grenzen erhöht werden

 

Sollen Mieter die Kosten für Kleinreparaturen tragen, ist dies nur unter strengen Voraussetzungen zulässig. Es darf sich nur um kleine Reparaturen handeln und pro Jahr  darf die Summe aller Kleinreparaturen 75 – 100 EUR nicht überschreiten.

 

L

M

Die Miete ist der vom Mieter monatlich zu zahlende Geldbetrag für die Nutzung der Wohnung.

Sie setzt sich zusammen aus der Grundmiete (auch als Kaltmiete bezeichnet) und den Nebenkosten. Die Kosten für Energie, Telefon, Rundfunk sind meistens nicht Bestandteil der Miete und müssen extra bezahlt werden.

 

Der Mieter wohnt in einer fremden Wohnung und hat darüber einen Vertrag mit dem Vermieter geschlossen.

 

Im Mietvertrag regeln beide Vertragsparteien die Höhe der dafür zu zahlenden Miete, aber auch andere Dinge, wie z.B. die Mietsicherheit.


Das Mietverhältnis ist die rechtliche Beziehung zwischen Vermieter und Mieter. Man nennt sie auch Vertragsparteien, weil sie ihre unterschiedlichen Interessen in einem schriftlichen  Vertrag darstellen und regeln.

 

Die Mietsicherheit (Kaution) darf höchstens drei Kaltmieten umfassen. Sie darf in drei Raten gezahlt werden. Sie dient dem Vermieter als Sicherheit, wenn Mietzahlungen ausbleiben oder wenn beim Auszug noch Renovierungskosten entstehen. Das Jobcenter oder das Sozialamt kann die Mietsicherheit zur Verfügung stellen.

Sie wird dann meist in Raten von zur Zeit  höchstens  39,10 EUR monatlich von Ihrer Grundsicherung einbehalten.

 

Die erste Mieterhöhung darf der Vermieter frühestens ein Jahr nach Einzug des Mieters verlangen und sie darf erst drei Monate später wirksam werden.

Die Grundmiete darf innerhalb von drei Jahren um höchstens 20 % steigen.

Die Mieterhöhung muss schriftlich mit Brief erfolgen und sie muss einen Grund nennen. Zulässig sind als Grund der örtliche Mietspiegel oder der Nachweis von Vergleichswohnungen. Der Vermieter darf nur verlangen, dass Mieter in Zukunft soviel zahlen, wie für eine vergleichbare Wohnung in der Gegend üblich ist.

Das Schreiben muss an alle Vertragsparteien gehen, die im Mietvertrag genannt sind. Ohne Zustimmung des Mieters steht dem Vermieter keine Mieterhöhung zu. Es kann helfen, dem Vermieter einen Gegenvorschlag zu machen.

Der Vermieter kann aber auf die Zustimmung des Mieters klagen.

 

N

Die Nachtstromheizung ist eine Heizung, die mit Strom betrieben wird und die Wärme erzeugt. Der Strom wird nachts im Heizkörper gespeichert und tagsüber wird die Wärme abgestrahlt. Der Verbrauch ist aufgrund dieser zeitlichen Verzögerung schlecht zu steuern. Daher ist die Nutzung von Nachtstromheizungen oft teuer.

 

Die Nebenkosten der Miete sind Kosten (z.B. Grundsteuer, Müllabfuhr, Gartenpflege, Kabelanschluss, Fahrstuhl, Hausmeister), die der Vermieter hat und die er an Sie weitergeben kann. Sie müssen einmal jährlich erklärt und mit dem Mieter abgerechnet werden. Dies kann zu Nachzahlungen, aber auch zu Rückzahlungen führen. Meist sind aber die Kosten für die Heizung nicht Teil der Nebenkosten, sondern müssen vom Mieter extra bezahlt werden.

O

P

Q


Ratenzahlungsvereinbarung

Kann eine Rechnung nicht auf einmal gezahlt werden, dann kann Ratenzahlung eine gute Lösung sein. Dabei wird der Rechnungsbetrag aufgeteilt auf kleinere Teilbeträge (Raten), die dann über einen längeren Zeitraum nach und nach gezahlt werden. Eine Ratenzahlungsvereinbarung ist eine Vereinbarung über die Zahlung einer Schuld in Raten, die von beiden Seiten schriftlich getroffen wird. In der Vereinbarung werden meist die Höhe der monatlichen Zahlung (Rate) und die Anzahl der Monate benannt werden.

 

Die Räumung einer Wohnung ist das zwangsweise erfolgende endgültige Verlassen der Wohnung. Diese Räumung erfolgt durch einen Gerichtsvollzieher.

Sie können aber auch vorher freiwillig ausziehen. Nach der Räumung dürfen sie die Wohnung nicht mehr betreten.

 

Eine eigene Wohnung kostet nicht nur die Warmmiete, sondern Sie müssen auch den Rundfunkbeitrag (ARD-ZDF-Deutschlandradio = 17,50 EUR monatlich ab 01.04.15) einplanen. Sie können sich nur unter bestimmten Voraussetzungen hiervon befreien lassen (z.B. Bezug von Grundsicherung SGB II oder SGB XII oder Asylbewerberleistungsgesetz, siehe auch www.rundfunkbeitrag.de/service). Urlaubsabwesenheit oder längerer Auslandsaufenthalt befreien nicht von der Beitragspflicht

 

S

Viele Wohnungen sind nach dem Auszug des früheren Mieters in einem schlechten Zustand. Fenster und Türen (von innen), Heizung und Wände müssen neu angestrichen, Tapeten neu geklebt werden. Oft verlangen Vermieter, dass der neue Mieter die Wohnung bei seinem Einzug streicht. Wenn Sie diese Schönheitsreparaturen  bei Einzug übernehmen, brauchen Sie bei Auszug aus der Wohnung diese Renovierung nicht noch einmal erledigen.

In vielen (alten) Mietverträgen steht noch, dass Sie verpflichtet sind, alle Zimmer regelmäßig alle 3-7 Jahre zu renovieren. Dies ist nicht mehr zulässig. In diesem Fall brauchen Sie bei Auszug auf gar keinen Fall renovieren. Sie müssen die Wohnung nur leer und „besenrein“ übergeben sowie groben Schmutz entfernen sowie Einbauten entfernen.

 

Die SCHUFA AG ist ein großes Auskunftsbüro. Zu ihren Vertragspartnern gehören Kreditinstitute, Handelsunternehmen und andere Dienstleistungsunternehmen (z.B. Mobilfunkanbieter). Die SCHUFA AG beurteilt das Zahlungsverhalten von Kunden ihrer Vertragspartner. Laut Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) hat jede Person das Recht auf eine Auskunft über die bei der SCHUFA über sie gespeicherten Daten und hat ein Recht darauf, fehlerhafte Daten korrigieren zu lassen. Eine kostenfreie Datenübersicht nach § 34 BDSG kann jeder Bürger einmal im Jahr schriftlich beantragen.

 

Vielen Menschen in Hannover ist es kaum oder überhaupt nicht möglich, sich am Wohnungsmarkt selbst mit Wohnraum ausreichend zu versorgen. Hier kann die Stadt Hannover, Fachbereich Planen und Stadtentwicklung, Sallstr. 16, 30171 Hannover mit Belegrechten helfen. Auf Antrag werden auch Wohnberechtigungsscheine erteilt.

 

Die Stiftung Warentest ist eine Organisation, die sich für die Interessen und den Schutz privater Konsumenten einsetzt. Aufgrund eines staatlichen Auftrags und gefördert mit Steuermitteln untersuchen und vergleicht die Stiftung Waren und Dienstleistungen verschiedener Anbieter und berichtet darüber, z.B. durch ihre Zeitschrift „test“ und „Finanztest“.

Die Ergebnisse des neusten Vergleichs der Zeitschrift Finanztest finden sie kostenlos im Internet (https://www.test.de/haftpflicht-zusatz)

 

T

V

Verbraucherzentralen sind unabhängige, größtenteils öffentlich finanzierte und nicht gewinnorientierte Organisationen, deren Ziel es ist, Verbraucher zu informieren, zu beraten und zu unterstützen.

 

 

Bei drohenden Wasser-, Strom- oder Gassperren kann der Verein enercity-Härtefonds den Zahlungsrückstand übernehmen, wenn Leistungen vom Jobcenter oder Sozialamt abgelehnt werden. Auch Berufstätige können Hilfe erhalten, wenn sie in einer sozialen Notlage sind, z.B. mit gesundheitlichen Einschränkungen oder kleinen Kindern.

https://plus.google.com/100378598125708300166/posts/7pCNo5Utcfn

 

Dem Vermieter gehört die Wohnung oder er hat das Recht, über sie zu verfügen.

 

Ein Vertrag ist eine schriftlich oder auch mündlich, dann aber in Gegenwart von Zeugen getroffene Vereinbarung zwischen mindestens zwei Menschen. Diese beiden Personen nennt man Vertragsparteien.

 

W

Wechsel des Stromanbieters

Sie können mit einer Kündigungsfrist von zwei Wochen zu einem anderen, preisgünstigeren Versorger wechseln. Sie benötigen Ihre Kunden- und Zählernummer sowie Ihren Jahresverbrauch. Diese Angaben finden Sie in Ihrer letzten Stromrechnung. Kündigen Sie Ihrem alten Anbieter nicht. Der neue Anbieter übernimmt die Ummeldung und kündigt den alten Vertrag. Niemand muss in Ihre Wohnung. Sie behalten Ihren Stromzähler. Der Übergang vom alten Anbieter auf den neuen Anbieter erfolgt ohne Unterbrechung. Das Licht geht nicht aus.

 

Die Warmmiete umfasst Kosten (z.B. Grundsteuer, Müllabfuhr, Gartenpflege, Kabelanschluss, Fahrstuhl, Hausmeister), die der Vermieter hat und die er an Sie weitergeben kann. Sie heißen Nebenkosten. Die Kosten für die Heizung sind meistens nicht damit erfasst.

 

Werktage sind im Mietrecht alle Tage mit Ausnahme der Sonntage, der Samstage und aller gesetzlichen Feiertage in Niedersachsen (Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Himmelfahrt, Neujahr, 3. Oktober und 1.Mai.

 

Wohnungsgenossenschaften sind Vermieter, die Ihre Mieter an der Wohnungsgesellschaft durch die Zahlung einer Einlage (Beitrag) beteiligen. Der Genossenschaftsbeitrag ist unterschiedlich hoch und kann auch vom Jobcenter übernommen werden. Bekannte Wohnungsgenossenschaften in Hannover sind der Spar- und Bauverein, das Heimatwerk oder die Ostland...

 

Wohnungsgesellschaften sind große Vermieter wie z. B. die GBH oder Gundlach...

 

U

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Z

Zahlt ein Mieter die laufende Miete nicht oder nur teilweise, kann der Vermieter die Wohnung kündigen. Die Wohnungskündigung muss schriftlich erfolgen und unterschrieben sein.

Die fristlose Kündigung der Wohnung durch den Vermieter ist möglich, wenn der Mieter zwei aufeinanderfolgenden Terminen nicht zahlt und der Rückstand mehr als eine Monatsmiete beträgt.

 

Beispiel: Die Monatsmiete beträgt 400,00 EUR. Der Mieter zahlt im Januar 200,00 EUR und im Februar 190,00 EUR. Der Vermieter darf kündigen, weil sich der Mieter mit mehr als einer Monatsmiete, nämlich 410,00 EUR, im Rückstand befindet.

 

Die Wohnung kann auch gekündigt werden, wenn der Mieter an mehreren, nicht aufeinanderfolgenden Terminen nicht oder zu wenig zahlt und der Rückstand die Summe von mindestens zwei Monatsmieten erreicht.

Beispiel: Die Monatsmiete beträgt 500,00 EUR. Der Mieter zahlt im Januar 300,00 EUR, im Februar nichts und im März 200,00 EUR. Der Rückstand beträgt zwei Monatsmieten = 1.000,00 EUR.

 

Wenn Sie eine fristlose Kündigung bekommen haben, gibt es zwei Möglichkeiten, um die Wohnung zu behalten:

 

1. Sie können trotzdem mit dem Vermieter verhandeln und eine Ratenzahlung vorschlagen, wenn es nachvollziehbare Gründe für den Mietrückstand gibt (z.B. plötzliche Arbeitslosigkeit, längere Bearbeitungszeit beim Jobcenter).

2. Weiterhin wird eine fristlose Kündigung automatisch unwirksam, wenn der Mietrückstand innerhalb eines Monats, nachdem die Kündigung ausgesprochen wurde, ausgeglichen wird.

Beantragen Sie im Fall der Kündigung sofort beim Jobcenter oder im Sozialamt die Übernahme der rückständigen Miete als Darlehn. Wenn sich diese Stellen innerhalb eines Monats nach Zugang der fristlosen Kündigung dem Vermieter gegenüber zur Zahlung verpflichten, dann behalten Sie die Wohnung. Dies ist aber nur einmal in drei Jahren möglich. Das Recht zur ordentlichen Kündigung bleibt jedoch erhalten.

 

Durch die Kündigung endet das Mietverhältnis. Rein rechtlich muss der Mieter dann die Wohnung verlassen. Bleibt er weiterhin in der Wohnung, muss er ab diesem Zeitpunkt eine Nutzungsentschädigung zahlen, deren Höhe der bisherigen Miete entspricht.

Er  muss  spätestens dann die Wohnung verlassen, wenn der Vermieter in einem Gerichtsverfahren eine Räumung erwirkt. Wenn die Kündigung nicht gestoppt werden kann, kann der Mieter aber etwas Zeit bekommen, um sich eine neue Wohnung zu suchen. Dazu muss er beim Amtsgericht einen Antrag auf Gewährung einer angemessenen Frist stellen. Diese Frist beträgt aber höchstens 12 Monate.

 

 

Eine Zentralheizung wärmt mehrere Wohnungen gleichzeitig und kann z.B. im Keller des Wohnhauses untergebracht sein. Der Verbrauch von Wärme und heißem Wasser wird vom Vermieter einmal jährlich gemessen.