z.B. Haushaltsplanung

 

Ausgaben planen – die Übersicht behalten

 

Im Privaten ist es genauso wie in geschäftlichen Bereichen. Beim Geld ebenso, wie bei anderen Dingen: Die Ausgaben müssen zu den Einnahmen passen . Ein Haushaltsplan ist eine gute Möglichkeit, Ihre Ausgaben zu planen. Damit behalten Sie die Übersicht.

Der Plan hilft Ihnen, besser mit Ihrem Geld auszukommen.

 

Im Haushaltsplan vergleichen Sie die Höhe Ihrer Einnahmen und die Höhe Ihrer Ausgaben. Es geht hier um „Plus“ und „Minus“, also um Einnahmen (Einkünfte) und um Ihre Ausgaben. Das, was an Geld hereinkommt, muss im richtigen Verhältnis stehen zu dem, was Sie an Geld ausgeben.

 

Ein Beispiel: Stellen Sie sich statt Geld und Ihrem Haushalt Wasser und einen Brunnen vor. In den Brunnen fließt eine bestimmte Menge Wasser hinein. Nehmen Sie nur soviel Wasser aus dem Brunnen, wie hineinfließt, dann bleibt der Wasserstand unverändert und der Brunnen kann Sie lange versorgen. Nehmen Sie mehr Wasser als hineinfließt, dann sinkt der Wasserstand und nehmen Sie viel zu viel Wasser, dann trocknet der Brunnen aus.

 

Mit anderen Worten: Wenn Sie mehr ausgeben als an Geld jeden wieder Monat hereinkommt, dann haben Sie ein Problem.

 

 

Welche Ausgaben haben Sie?

 

Es gibt feste Ausgaben, an denen Sie nichts ändern können, und veränderliche Ausgaben.

 

Zu den festen Ausgaben zählen  Miete und die Nebenkosten.  Die meisten Ausgaben wiederholen sich Monat für Monat.  Versicherungs-Beiträge oder die Steuer für Ihr Auto müssen aber alle 3 Monate oder nur  1 mal im Jahr  gezahlt werden. An diese unreglmäßigen  Ausgaben müssen Sie denken.

 

Unser Rat:

Machen Sie sich eine Jahresübersicht über Ihre Ausgaben: über die monatlichen Ausgaben, die 1/4-jährlichen und die Ausgaben, die nur 1 mal im Jahr entstehen ( jährliche Zahlungen). Viele dieser jährlichen Zahlungen müssen Sie im Januar leisten, das bedeutet, dass Sie im Januar mehr Geld benötigen. Aus der Jahresübersicht erkennen Sie schnell die Monate mit 1/4-jährlichen Ausgaben und können sich darauf besser vorbereiten.

 

 

Veränderliche und wenig sichtbare Ausgaben

 

Die allermeisten Ausgaben passieren mehrmals in der Woche: Einkaufen für Essen und Trinken. Das sind  die laufenden Ausgaben. Sie machen sich oftmals erst beim genaueren Hinsehen bemerkbar. Manche Ausgaben sind sehr klein oder selten. Man übersieht sie oder kann sie vorher nicht einplanen (Kauf von Briefmarken...)

 

Unser Rat:

In Ihrem Haushaltsplan sollten Sie die Ausgaben immer etwas höher planen als die Einnahmen. Wenn etwas Geld übrig bleibt, haben Sie gut gewirtschaftet und etwas Geld für plötzliche Ereignisse: Schuhreparatur, Schulausflug, Einladung zum Kindergeburtstag und anderes.

Können Sie schon im Plan erkennen, es wird kein Geld mehr über bleiben oder die Ausgaben sind höher als die Einnahmen? Dann können Sie frühzeitig überlegen, was Sie dagegen tun: Vielleicht können Sie die Einnahmen erhöhen oder Ausgaben senken.

Ihr Haushaltsplan sollte ausgeglichen sein.  Einnahmen und Ausgaben sollten sich die Waage halten.

 

Wenn Sie mehr Geld ausgeben, als Sie einnehmen, ist Ihr Haushaltsplan nicht ausgeglichen. Das bedeutet, Sie machen Schulden. Sich Geld bei Freunden, Bekannten oder Ihrer Bank zu leihen kann zu Problemen führen. Dieses Geld zurück zu zahlen, ist meistens sehr teuer, denn Sie müssen wegen der Zinsen mehr zahlen, als Sie sich geliehen haben.

 

 

Woran merken Sie, dass Ihr Haushaltsplan nicht ausgeglichen ist?

 

In Ihrem Haushaltsplan stehen andere Zahlen als auf Ihrem Girokonto? Das Guthaben auf Ihrem Konto wird von Monat zu Monat kleiner ? Ihr Konto rutscht in das Minus?

 

Dies kann verschiedene Gründe haben:

  1. Sie haben  Ausgaben vergessen. Schauen Sie noch einmal auf die alten Kontoauszüge.. Manche Zahlungen und Abbuchungen erfolgen nicht monatlich, sondern nur alle 3  Monate. Aktualisieren Sie dann Ihren Haushaltsplan.
  2. Sie haben den Umfang des Einkaufs  für Lebensmittel unterschätzt. In Ihrem Einkaufskorb liegen an der Kasse andere Dinge als die, die Sie auf Ihrem Einkaufszettel geschrieben hatten. Das ist normal, denn jeder Mensch trifft auch Kaufentscheidungen „aus dem Bauch“ heraus.
  3. Um wirklich herauszukriegen, wie viel Geld Sie oder Ihre Familie für Einkäufe ausgeben, sollten Sie über zwei Monaten alle Ausgaben aufschreiben und zusammenrechnen. Sammeln Sie alle Einkaufsquittungen und schreiben sie jeden Abend in ein Heft, wie viel Sie tagsüber ausgegeben haben und wofür Sie es ausgegeben haben. Nach zwei Monaten wissen Sie besser, wie hoch auch die unregelmäßigen Ausgaben sind (Gastgeschenke bei Einladungen...).

 

 

Unser Rat:

Planen Sie den Einkauf, schreiben Sie sich einen Einkaufszettel und kaufen Sie nur 1-mal die Woche ein. Nutzen Sie die Sonderangebote aus der Werbung. Teilen Sie das Haushaltsgeld ein: holen Sie das Geld einmal im Monat vom Konto  und verteilen es für die verschiedenen Bereiche (Lebensmittel, Fahrkarten, Freizeit usw.) in Briefumschläge.

 

Gehen Sie nie mit leerem Magen einkaufen. Wer hungrig einkaufen geht, kauft oft mehr, als er tatsächlich braucht.

 

Überweisen Sie regelmäßige Zahlungen für Miete und Strom am Monatsanfang oder an dem Termin, zu dem Sie regelmäßig Einkünfte haben, mit einem Dauerauftrag. So können sie sicher sein, dass wichtige Zahlungen immer erfolgen.