z.B. Strom und Heizung

 

Wie bekommen Sie elektrischen Strom für Licht, Warmwasser und Kochen?

 

Elektrischen Strom (Elektrizität) benötigen Sie für Vieles im Haushalt. Strom beleuchtet die Wohnung, lässt den Fernseher laufen und lädt das Handy auf. Sie können mit Strom kochen und heizen.

In den allermeisten Wohnungen gibt es einen Stromzähler, manchmal finden sich diese Geräte auch im Keller. Über den Stromzähler fließt der Strom aus dem Elektrizitätswerk in Ihren Haushalt. Dieser Zähler misst Ihren Stromverbrauch. Danach berechnet sich Ihre Stromrechnung.

 

Wer liefert Strom?

Es gibt Grund-Versorger oder freie Anbieter, die Strom liefern. Sie entscheiden selbst, von wem Sie den Strom kaufen.

 

Der Grund-Versorger ist das Unternehmen mit den meisten Kunden in einer Region. In Hannover ist das die enercity AG.

Der Grund-Versorger muss jeden Kunden beliefern, der das will.  Der Grund-Versorger hat immer einen Standard-Tarif für sein Angebot. Um einen günstigeren Strompreise zu bekommen, müssen Sie erst nachfragen.

 

Sie können sich frei aussuchen, wer Ihnen den Strom ins Haus liefert. Es gibt verschiedene Anbieter. Ein Preisvergleich lohnt sich. Die Anbieter haben unterschiedliche Preise. Aber Vorsicht: Manche Stromanbieter haben nur in den ersten 12 Monaten einen günstigen Tarif. Manche verlangen, dass Sie schon vorher bezahlen.

 

Unser Rat:

Vergleichen Sie die Preise (Tarife) der unterschiedlichen Anbieter. Es gibt Strom-Vergleichs-Portale im Internet wie Verivox oder Check24. Suchen Sie einen Vertrag mit einer monatlichen Kündigungsfrist.

 

 

Wie bekommen Sie Gas für Heizung, Warmwasser und Kochen?

 

Viele Wohnungen sind über eine Zentral-Heizung im Haus mit Wärme versorgt. Der Vermieter kauft selber Gas oder Heizöl für die gemeinsame Heizungs-Anlage oder er bezieht  Fern-Wärme von einem Lieferanten.

In jeder Wohnung wird der Wärmeverbrauch einzeln gemessen. Der Vermieter rechnet seine Kosten 1 mal jährlich mit den Mietern ab. Sie müssen sich dann um nichts weiter kümmern. Sie müssen nur die Rechnung bezahlen.

 

Wenn keine Zentral-Heizung im Haus ist, gibt es eine   Gas-Etagen-Heizung oder eine Nacht-Strom-Heizung. Dafür bekommen die Mieter die Energie direkt von einem Energie-Lieferanten. Damit jeder nur das bezahlt, was er für Heizung und  warmes Wasser verbraucht, gibt es in jeder Wohnung einen Gaszähler oder einen zweiten Stromzähler. Manchmal sind die Geräte im Keller.

 

Unser Rat:

Sie entscheiden selbst, welches Unternehmen Ihnen  Gas oder Strom für die Heizung liefert. Da die Energiekosten in Deutschalnd sehr hoch sind und vermutlich noch weiter steigen, achten Sie auf günstige Angebote.

 

 

Was müssen Sie tun, wenn Sie einziehen?

Haben sie eine Wohnung neu gemietet? Dann lesen Sie gemeinsam mit dem Vermieter den Stand auf dem Strom-Zähler und auf dem Gas-Zähler  ab. Notieren Sie sich die Werte und informieren Sie den bisherigen Energie-Versorger. Welches Unternehmen das war, weiß ihr Vermieter.

 

Für die gelieferte Energie, zahlen Sie zukünftig jeden Monat den gleichen Betrag. Dieser Betrag heißt Abschlags-Zahlung. Einmal im Jahr rechnet der Energie-Versorger den Verbrauch des ganzen Jahres mit Ihnen ab. Dazu müssen Sie den Zählerstand mitteilen. Dann wird ausgerechnet, ob Ihre monatlichen Abschlags-Zahlungen die Kosten für den Jahres-Verbrauch decken.

Sie haben mehr verbraucht? Dann müssen sie den Rest bezahlen. Das ist die Nachzahlung.

Sie haben weniger verbraucht? Dann bekommen sie das Guthaben zurück.

 

Ein Beispiel: Sie zahlen jeden Monat 50,- EUR für die Lieferung von Gas. Für 12 Monate ergibt das 50,- EUR x 12 = 600,- EUR. Sie haben aber Gas für 670,00 EUR verbraucht. Bei der Jahresabrechnung wird dieser Unterschied dann deutlich und Sie müssen 70,- EUR nachzahlen.

 

Haben Sie wenig geheizt und im gesamten Jahr nur für 540,- EUR Gas verbraucht, dann bekommen Sie 60 EUR von dem Energie-Lieferanten zurückbezahlt.

 

 

Der Verbrauch im alten Jahr bestimmt die Höhe Ihrer monatlichen Abschlags-Zahlungen in den nächsten 12 Monaten.

 

Ein Beispiel: Sie haben bisher 50,- EUR Abschlag jeden Monat gezahlt (Jahressumme 600,- EUR). Tatsächlich war der Verbrauch aber höher und die Jahresabrechnung beträgt 720,- EUR. Ihr monatlicher Abschlag für das nächste Jahr wird  um 10,- EUR steigen. Der Abschlag liegt dann bei 60,- EUR monatlich.

 

Der monatliche Abschlag sollte nicht zu niedrig sein, damit Sie bei der Jahresrechnung keine hohe Nachzahlung haben. Der Betrag sollte auch nicht zu hoch sein, damit Sie von den monatlichen Stromkosten nicht erdrückt werden.

 

Unser Rat:

Achten Sie darauf, wieviel Sie verbrauchen. Notieren Sie sich ab und zu den Stand auf den Zählern. Sprechen Sie mit Ihrem Energieversorger, damit Ihre Abschlagszahlungen den tatsächlichen Verbrauch spiegeln.

Grundsätzlich gilt: Strom, Gas und Wasser sind sehr teuer. Gehen Sie damit sparsam um. Wie Sie Strom, Gas und Wasser sparen können, dafür finden Sie hier Einspartipps.

 

Sie haben Fragen zu Ihrer Rechnung? Lassen Sie sich beraten:

http://www.stromsparcheck-hannover.de

 

 

Wenn Sie aus der Wohnung ausziehen

 

Ihr Mietvertrag endet und Sie ziehen aus einer Wohnung aus? Jetzt müssen Sie Ihren Energie-Versorger darüber informieren. Der Energie-Versorger weiß selber nicht, dass Sie ausziehen.

Denken Sie daran, dass der Strom weiter über den Zähler in die Wohnung fließen kann. Lesen Sie deshalb selbst den Zählerstand von Strom und Gas ab und notieren Sie sich die Werte.

 

Teilen Sie dem Energie-Versorger Ihren Auszug schriftlich mit. Damit endet Ihr alter Vertrag. Machen Sie sich eine Kopie des Schreibens. Am besten ist es, wenn Ihr alter Vermieter die abgelesenen Zählerstände mit unterschreibt. Dann können Sie sicher sein, dass nach Ihrem Auszug später verbrauchten Strom nicht bezahlen müssen.

 

 

Was tun bei Zahlungsproblemen?

 

Sie bekommen für Ihren Strom und Gasverbrauch eine Rechnung bekommen, die Sie nicht auf einmal bezahlen können? Bitten Sie sofort Ihren Energie-Versorger um eine Raten-Zahlung.  Das ist ein Bezahlen der Rechnung in kleinen Schritten.

Der energie-Versorger lehnt Ihre Bitte um Ratenzahlung ab?

Stellen Sie den Antrag auf ein Darlehn beim Sozialamt oder dem Jobcenter.

Wird auch hier eine Hilfe abgelehnt? Fragen Sie diese Behörden, wie Sie eine Hilfe durch den Verein enercity-Härtefonds bekommen.

 

Sie können die Rechnung trotz aller Bemühungen nicht zahlen? Dann wird Ihnen keine Energie mehr geliefert. Für Strom gilt dies, wenn Sie 100,- EUR oder mehr im Rückstand sind.. Ein Stopp der Gaslieferung droht schon bei kleineren Beträgen. Der Energie-Versorger muss die Sperre 4 Wochen vorher ankündigen. Sie haben dann genügend Zeit, um einen Antrag beim Sozialmat oder Jobcenter zu stellen. Das genaue Datum der Sperre wird 3 Tage vorher benannt.

Warten sie nicht bis dahin.

 

Sie können häufiger Ihre Energie-Rechnung nicht zahlen?

Dann kann auch der Grund-Versorger die Lieferung von Strom unterbrechen und Ihren Vertrag kündigen.n.

 

Bevor der Energie-Versorger die Lieferung von Strom oder Gas stoppt, muss er die Folgen für Sie berücksichtigen. Wenn Sie nachweisen können, dass in wenigen Tagen Ihr Gehalt oder eine andere Zahlung (z. B. vom Jobcenter) eingeht, kann der Energie-Versorger von einer Sperre absehen.

Ein Stopp der Energielieferung hat schwere Folgen für Menschen, die in Ihrem Haushalt leben? Leben Kleinkinder, Kranke, Behinderte, Schwangere oder alte Menschen in Ihrem Haushalt? Müssen medizinische Geräte laufen? Hängt der Abschluss einer Ausbildung davon ab, dass Sie weiterhin Strom für Ihrem Computer haben?

Informieren Sie den Energie-Versorger schriftlich darüber. Sie haben dann eine Chance, den Lieferstopp zu verhindern.

 

 

 

Unser Tipp:

Der rechtzeitige Wechsel des Strom-Anbieters kann manchmal ein Schutz vor einer Sperre sein. Jeder darf Ihnen Strom liefern, auch wenn Sie Schulden beim alten Energie-Versorger haben. Manche Strom-Anbieter machen das sogar bei schlechter SCHUFA.

Vielleicht kann auch ein anderes, erwachsenes Familien-Mitglied einen neuen Vertrag beim alten Energie-Versorger abschließen.